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25.06.09

Steueroasen bekämpfen Steueroasen

20 führende Industrieländer der OECD wollen gemeinsam gegen Steuerparadiese vorgehen. Unter ihnen auch die Schweiz, Luxemburg, Österreich und Belgien, die als Steueroasen in der Kritik standen und auf einer "grauen Liste" unkooperativer Staaten angeprangert wurden.

Berlin - Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) nannte die gemeinsame Erklärung der OECD-Länder, die auch Sanktionsmöglichkeiten vorsieht, am Dienstag in Berlin bemerkenswert. Auch nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gebe es Fortschritte.

Seit der Vorlage der "grauen Liste" beim G20-Weltfinanzgipfel Anfang April in London hätten sich 40 weitere Länder bereiterklärt, die OECD-Standards zum Austausch von Steuer-Informationen einhalten zu wollen. Insgesamt seien es nun 84. Experten schätzen, dass in Deutschland jährlich etwa 100 Milliarden Euro durch Steuerbetrug den Staatskassen verloren gehen.

Steinbrück lobte die Bereitschaft der Schweiz, Luxemburgs und Österreichs und sprach ihnen ein "großes Kompliment" aus. Ebenso wie der französische Haushaltsminister Eric Woerth forderte er aber, es nicht bei Ankündigungen zu belassen. Die Länder müssten dies jetzt auch umsetzen. Anfang September sollen auf einer Konferenz in Mexiko weitere Schritte ausgelotet werden.

Geplant sei neben Sanktionen auch ein Überwachungsprozess. Im Visier seien nicht mehr nur unkooperative Finanzzentren, sondern auch Konstrukte jeder Art wie Trusts, Stiftungen und Mantelfirmen. Zuvor hatten sich die Schweiz und Deutschland verständigt, ein neues Doppelbesteuerungs-Abkommen anzugehen. Auch Österreich werde die Vorgaben eines OECD-Musterabkommens akzeptieren, sagte Steinbrück.

Quelle: Manager-Magazin.de

 


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