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13.11.08

Warnung vor Überregulierung

Zentralbanker diskutierten über Folgen der Finanzkrise für die globale Geldpolitik

Mit einer hochkarätig besetzten akademischen Sitzung, der „Lecture Pierre Werner“, begannen am Mittwoch die Feierlichkeiten zum 10. Geburtstag der Luxemburger Zentralbank, deren eigentliche Gründung im Juni 1998 war. Vertreter der weltweit wichtigsten Zenttralbanken – Eurozone, USA und Japan – schilderten ihre Analyse der aktuellen Finanzkrise. Einigkeit herrschte darüber, dass man gemeinsam an einem neuen globalen Finanzsystem arbeiten müsse.

Serge Kolb, Direktionsmitglied der „Banque Centrale du Luxembourg“, eröffnete die Konferenz, die in Erinnerung und zu Ehren des ehemaligen Staatsministers als „Lecture Pierre Werner“ bezeichnet wird. Werner gilt als ein Vater des Euro und war maßgeblich am Aufbau der Luxemburger Zentralbank sowie am Aufbau des Eurosystems beteiligt.

Kolb stellte die Frage, warum Zentralbanken Angst vor dem Wachstum und der Produktivität der Finanzwirtschaft hätten. Die Antwort: Der Einfluss auf die Realwirtschaft ist groß. Über die Versorgung der Wirtschaft mit Geld hätten Banken eine hohe Wirkung auf Innovation und Fortschritt. Innovation bedeute in der Finanzindustrie Risiko, erklärte Jürgen Stark, Direktionsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB). Seiner Ansicht nach habe die Finanzkrise zu starken Verwerfungen geführt, deren Folgen nach wie vor nicht abzusehen seien. Es sei immer noch eine offene Frage, wie sich der Abbau der Fremdfinanzierung an den Finanzmärkten auf die Unternehmen und die Privathaushalte auswirken werde.

www.wort.lu

 


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