E-Commerce Gesellschaft Luxembourg

Luxembourg ist aufgrund seiner günstigen Mehrwertsteuersätze bevorzugter Standort für direkt elektronisch erbrachte Dienstleistungen (E-Commerce, elektronischer Handel).

DEFINITION

Unter direkten E-Commerce fallen folgende Dienstleistungen:

  • Bereitstellung von Web-Sites, Web-Hosting, Fernwartung von Programmen und Ausrüstungen
  • Bereitstellung von Software und deren Aktualisierung
  • Bereitstellung von Bildern, Texten, Informationen sowie Bereitstellung von Datenbanken
  • Bereitstellung von Musik, Filmen und Spielen einschließlich Glücksspielen und Lotterien sowie Sendungen und Veranstaltungen aus den Bereichen Politik, Kultutr, Kunst, Sport, Wissenschaft und Unterhaltung
  • Erbringung von Fernunterrichtsleistungen

MEHRWERTSTEUER SONDEREGELUNG

Für direkt elektronisch erbrachte Dienstleistungen gilt folgende EU-Mehrwertsteuer-Sonderregelung (mindestens bis 2015):

  • Werden die genannten elektronischen Dienstleistungen von einem Wirtschaftsbeteiligten aus einem Nicht-EU-Land an einen Kunden in der EU erbracht, so erfolgt die Besteuerung in der EU, d.h. die Dienstleistung unterliegt in der EU der MwSt.
  • Werden deratige Dienstleistungen von einem Wirtschaftsbeteiligten aus der EU an einen Kunden außerhalb der EU erbracht, so erfolgt die Besteuerung dort, wo der Kunde ansässig ist, d.h. die Dienstleistung unterliegt in der EU nicht der MwSt.
  • Werden derartige Dienstleistungen von einem Wirtschaftsbeteiligten aus der EU an ein Unternehmen in einem anderen Mitgliedstaat erbracht, so ist der Ort der Besteuerung der Ort, an dem der gewerbliche Kunde ansässig ist.
  • Werden derartige Dienstleistungen von einem Wirtschaftsbeteiligten aus der EU an eine Privatperson in der EU oder an einen Steuerpflichtigen im selben Mitgliedsstaat erbracht, so ist der Ort der Besteuerung weiterhin der Ort, an dem der Dienstleister ist.

UNTERNEHMEN MIT SITZ AUSSERHALB DER EU

Unternehmen mit Sitz außerhalb der EU müssen sich nur dann für MwSt.-Zwecke registrieren lassen, wenn sie auch Verkäufe an Endverbraucher tätigen. Erbringen sie nur Dienstleistungen an Unternehmen in der EU (dies ist bei der Masse der einschlägigen Umsätze der Fall) so obliegen ihnen überhaupt keine Pflichten, da gewerbliche Kunden im Rahmen der Umkehrung der Steuerschuldnerschaft die MwSt selbst abführen.

Die für Unternehmen aus Nicht-EU-Staaten einfachste und attraktivste Möglichkeit ist die Anwendung der in der Richtlinie für sie vorgesehenen vereinfachten Regelung. Danach haben sie sich nur in einem einzigen EU-Mitgliedstaat für MwSt.-Zwecke registrieren zu lassen und in Bezug auf Verfahren und Erklärungspflichten geringere Anforderungen zu erfüllen.

Unternehmen aus Nicht-EU-Staaten können sich in einem Mitgliedstaat ihrer Wahl für MwSt-Zwecke registrieren lassen. Sie müssen nichtgewerblichen Kunden in der EU die MwSt. zum Normalsatz des Mitgliedstaates in Rechnung stellen, in dem der Kunde ansässig ist.

Alle drei Monate müssen diese Unternehmen die vereinbarten Steuern an den Fiskus des Mitgliedstaates abführen, in dem sie für MwSt.-Zwecke registriert sind, und zugleich eine elektronische Aufstellung übermitteln, in der ihre in dem betrefenden Zeitraum getätigten Umsätze nach Mitgliedstaaten aufgeschlüsselt sind. Anhand dieser Angaben leitet der Mitgliedstaat der Registrierung die Steuern an den jeweiligen Mitgliedstaat des Kunden weiter.

Diese vereinfachte Regelung für Unternehmen aus Nicht-EU-Ländern gilt zunächst für drei Jahre und kann in technischer Hinsicht weiterentwickelt werden.

MEHRWERTSTEUERSÄTZE LUXEMBOURG

  • Höchstsatz: 15%
  • E-Books: 3%
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LUXEMBOURG NEWS

Mehrwertsteuerbefreiung von Risikomanagement-Dienstleistungen

Am 7. November 2013 veröffentlichte die Luxembourger Steuerbehörde ein Rundschreiben betreffend den Umfang der Mehrwertsteuerbefreiung für die Verwaltung von Investmentfonds.